Dienstag, 25. Juni 2024

 Bilder sind eingefügt.

Samstag, 01.06.2024

 Bei bewölktem Himmel suchen wir uns frühmorgens wieder ein windgeschütztes Plätzchen an Deck. Wegen Streicharbeiten werden wir immer wieder verscheucht. Mit unveränderter Geschwindigkeit passieren wir Moses und erst kurz vor dem Anleger wird gebremst. Vorbei am Campingplatz drehen wir neben den Autofrachter. Groß steht auf dem „Zero Emission“ und ganz klein darunter „in the port“. Relativ spät kommt die Aufforderung, sich zu den Autos in die Garage zu begeben. Da wir mit den letzten rein sind, kommen wir rasch raus. Ein kleines Hafenareal im Vergleich zu Ancona und Igoumenitsa. Beim Weg zur Autobahn hat der Navi wieder Probleme mit den vielen neuen Straßen. Auch die Beschilderung ist wenig hilfreich. Nach einem kurzen Einkaufsstopp mit Frühstück im Conad geht´s Richtung Norden. Ungewöhnlich dichter Verkehr herrscht auf den Autobahn Udine-Villach. Wie früher biege ich bei Tolmezzo ab zum Plöckenpass. Hier ist sehr wenig Verkehr. Aus gutem Grund. Nach den ersten drei Spitzkehren ist Schluss, die Straße gesperrt. Später finden wir raus, dass ein Felssturz im Dezember einen Teil der Straße weggerissen hat. Also wieder zurück. Die Tauernautobahn will ich immer noch umgehen, deshalb lasse ich mich vom Navi nach Lienz führen. Die Routenwahl ist nicht optimal. Statt auf der Schnellstraße parallel zur Drau werde ich durch das Gailtal und über den gleichnamigen Pass geführt. In Lienz ist die Sperre des Plöckenpass ebenfalls nicht vorangekündigt. Über Pass Thurn und Kitzbühel erreichen wir Deutschland und sind mit vielen Stunden Verspätung gegen 21.00 Uhr in München.



Montag, 24. Juni 2024

Freitag 31.05.2024

 Pünktlich um 05.00 Uhr öffnet der ANEK-Schalter. Wir sind gut positioniert und haben bald die Tickets. Kabinenschlüssel bekommt man erst auf dem Schiff.

Um 06.00 Uhr biegt eine Superfast um die Ecke. Leider die falsche. Sie wird entladen und fährt weiter nach Patras. Die zweite Superfats folgt, das ist die Lefka Ori. Wir standen zunächst ganz vorne in der Warteschlange, nach einigen Rangieranweisungen der Griechen werden wir von allen überholt und fahren mit als letzte ins Schiff. Folglich stehen wir am Ende der langen Schlange an der Rezeption. Das Ablegen und die Hafenausfahrt versäumen wir. Bei Sonnenaufgang passieren wir die Enge zwischen Korfu und Albanien. Bei leichter Bewölkung lassen wir die albanischen Berge an uns vorbei ziehen, nicken immer wieder ein und holen doch etwas Schlaf nach. Das Schiff ist sehr voll, in den Aufenthaltsräumen sind alle Sitze besetzt. Dafür finden wir draußen ohne Not immer schöne Plätze, je nach Wunsch wind- und sonnengeschützt. Als es zu regnen beginnt und kühler wird, wechseln wir in die Kabine. Das Wetter bleibt durchwachsen. Am Abend ist großes Gedränge vor dem Self Service. Wir finden trotzdem einen ruhigen Platz. In der Nacht nimmt der Wind zu und es schaukelt etwas.



Donnerstag, 30.05.2024

 Zweiter Tag Packen. Das Auto wird beladen, es wird natürlich nicht so voll wie bei der Herfahrt. Aber es finden sich doch immer wieder Teile, die noch verpackt werden wollen. Heike und Michi kommen kurz vorbei, sich das Haus ansehen. Sie haben sich Solarpaneele auf das Dach ihres Hauses montieren lassen, 7 Kw. Jetzt zahlen sie fast keinen Strom mehr, früher waren es 4000 € im Jahr. Ihre Feriengäste ließen wohl die Klimaanlage bei offenen Türen laufen.

Wie üblich zieht sich das Packen mehr und mehr in die Länge. Aber kein Vergleich zum Schiff. Hier geht alles deutlich einfacher. Ein abschließender Besuch am Strand ist möglich. Dann wird alles abgeschlossen, das Wasser abgedreht und der Strom abgestellt.

Wir treffen Kostas vor seinem Haus an, als er gerade von Unkrautschneiden bei einem Nachbarn zurück kommt. Seine Einladung, seinen Garten anzusehen nehmen wir natürlich gerne an. Als erstes müssen wir an den drei Hunden vorbei, die uns beim Radeln immer böse angebellt haben. Eine sei ganz freundlich, die andere zurückhaltend, der dritte eher böse. Er habe sie eher böse trainiert, gegen unliebsame Besucher, Füchsen und zweibeinigen. Viele viele Katzen sind auf dem Gelände unterwegs. Und dann kommen wir zu den Voileren. Was er nicht alles hat. Enten, verschiedene; Hühner, auch verschieden, unter anderem Perlhühner. Fasane, Tauben, Spatzen. Einige gekauft, andere geschenkt bekommen, andere verletzt aufgegabelt. Und einen Uhu, den er ohne Federn und abgemagert gefunden hat. Der sitzt jetzt böse blickend in einer Ecke und gibt wilde Töne von sich, als Kostas ihn krault. Das waren die Tire. Die Namen aller Vögel hat Kostas genannt, ich konnte sie mir nicht merken.

Die Pflanzen sind ebenso zahlreich, vor allem die Bäume. Palmen und Eichen am Eingang, die Einfahrt Maulbeerbäumen als Sonnenschirme beschattet. Es folgen Mispeln, Aprikosen, Orangen, Zitronen, Mandeln, Haselnuss, Walnuss und natürlich Olivenbäume. Die meisten erntet er nicht ab, er hat keine Zeit mehr dafür. Gemüse baut er auch an. Und Weinreben hat er verschiedene Sorten, die er auch nicht mehr aberntet.

Mit eine Führung durch das Haus hatten wir nicht gerechnet. Der Eingang erfolgt durch die Garage, die eine perfekt ausgestattete Werkstatt ist. Das Haus selbst ist unvollendet. Aus nicht genannten Gründen hat Kostas den weiteren Ausbau eingestellt. Davor hat er alles selbst gemacht. Unten ist eine leidlich funktionsfähige Küche. Oben sind ein Bad und zwei Schlafzimmer. Die Treppe ist nicht durch ein Geländer gesichert. Zwei Freunde würden regelmäßig für ein paar Wochen hier wohnen und alles etwas aufhübschen. Der Hammer ist die Dachterrasse. Auch ohne Geländer. Der Blick geht über die flache Landschaft in alle Richtungen. Meer, See, Lagune, Lefkas, Berge, Ambrakischer Golf, und auch der Flughafen. Eigen ist er schon, mit 2 direkten Nachbarn spricht er nicht mehr. Das kommt hier wohl häufiger vor unter den Griechen.

In Preveza ist viel los im Vergleich zu unseren letzten Besuchen, sowohl Griechen als auch Touristen bevölkern die Straßen. Und bei Thalia ist es voll. Sie selbst ist nach Hause, ihr ging es nicht so gut. Wir können beobachten, wie Moorings verlegt werden. Auf die rustikale Art. Ein Fischerboot bindet eine Leine an einen an Land liegenden schweren Anker, an dem hängt eine schwere Kette und dann die Mooring. Das Fischerboot gibt Gas, zieht den Anker weg von der Hafenmauer, bis sich alle Leinen und Ketten spannen, dann wird der Anker losgebunden. Da werden sich viele Anker drinnen verfangen. Nach einem Eis lauschen wir einer Darbietung des Preveza Jazz-Festival. Ein Chor singt lateinische Kirchenlieder in moderner Form.

Auf der Fahrt nach Igoumenitsa ist es schon dunkel. Und wenig Verkehr. Um 23.00 Uhr am Hafenbüro haben bis auf Minoan alle Schalter geschlossen. Auch alle anderen Geschäfte sind zu, oder werden umgebaut. Die Kydonia Palace von Superfast und die Florencia von Grimaldi liegen an der Hafenmauer und nicht rührt sich drauf. Wir vertreiben uns die Zeit mit Duolingo in einem 24 Stunden offenem Cafe. Gegen 01.00 Uhr fahren wir zurück zum Terminal und dösen im Auto.





Mittwoch, 29.05.2024

 Erster Tag Packen. Kleine Hausarbeiten werden parallel dazu erledigt, Wäsche waschen, Quumquats ernten (drei Eimer voll), Auto innen reinigen, Scheibenwischwasser auffüllen, usw. Die armen Schwalben wurden ausquartiert. Lange haben sie an ihrem Nest gebaut, dann war wohl die Haustüre zu groß und Spatzen haben die Wohnung übernommen. Wir liegen gut in der Zeit, deshalb folgt ein letzter Abstecher nach Aghios. Der gute Wind lockt die Kiter auf das Wasser, ganze fünf an der Zahl.

Abends fahren wir in die Marina, Sachen auf´s Schiff zurückbringen und andere holen, Leiter abbauen, usw. Auf der Fahrt mußte ich wieder für 2 Schlangen bremsen, die nicht von der Straße wollten.

Beim Panos ist wieder viel los.



Dienstag, 28.05.2024

 Ein letzter Radltag. Davor besuchen wir Mema und Jannis in Lefkas. Wir können tatsächlich heute nach einem Jahr den Versicherungsvertrag unterschreiben. Und beim Steuerberater 150  € Gebühr bezahlen. Dafür hat er recht wenig geleistet.

Von Nidri aus fahren wir wieder hoch nach Platistoma. Die Bauarbeiten (Verlegung eines Kabels am Straßenrand) sind weiter fortgeschritten. Jetzt haben sie aber mitten im Ort die Wasserleitung getroffen. Der Brunnen ist trocken und wir können uns nur mit Maulbeeren stärken.

Die Bauarbeiten an der Autobahn nach Lefkas waren die ganze Zeit am Laufen, mit richtig großem Gerät und wiederholten Sprengungen. An einem kleinen Teil waren aber 2 Mann damit beschäftigt, mit dem Schubkarren Erde abzutragen. Erst zuletzt hat man gesehen, dass sie wohl an einer archäologischen Stätte arbeiten. Ein paar Grundmauern konnte man erkennen.

Abends fahren wir nach Paleiros und treffen uns mit Heike und Michi. Die haben einige gute Tips zum Kontoeröffnen und für eine wohl aktivere Steuerberaterin.






Montag, 27.05.2024

 Heute wird geradelt. Vorher besuchen wir Remax, aber Mema ist nicht da. Statt ihr begleitet uns Konstantinos zur nahen Post. Kaum zu glauben, mit ganz wenig Wartezeit und wenigen Erklärungen durch Konstantinos an die Postangestellte können wir die Grundsteuer in bar bezahlen. Ohne eigenes griechisches Konto. Nicht einmal eine griechische Telefonnummer war nötig, die deutsche wurde akzeptiert.

Nach kleinen Einkäufen beim Bazaar fahren wir nach Nidri und starten unterhalb von Rachi. Wieder ist wenig Verkehr. Bis Platistoma begegnen und 5 Autos, davon 2 Touristen. Weiter nach Englovi sind es 3 Touristenautos. In Englovi selbst sitzen deutlich mehr Touristen in den Lokalen als im letzten Jahr. Vielleicht hat sich rumgesprochen, dass es hier schöner ist als in Karia. Aber unsere Abfahrt nach Vafkeri kennt noch niemand. Dabei bietet sie die schönsten Ausblicke. Nur eine Schildkröte nutzt die Straße als Rutschbahn, weil es so steil abwärts geht.

Gerade noch pünktlich zur Abfahrt der 17.00 Uhr Fähre nach Meganissi sind wir in Nidri. Hier ist immer noch wenig los, erst als die Ausflugsschiffe zurückkehren füllen sich die Lokale. Ein Einkaufsstopp in Lefkas und es geht zurück zum Haus.